Alex und ich – wie alles anfing

Als kleine Ergänzung zu meiner Alex-Linksammlung

Wie steht es so schön in der Einladung zur Schiffstaufe (und warum kommen solche Sätze eigentlich so oft von Antoine de Saint-Exupery?):

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Irgendwie hat das bei mir mit der Sehnsucht nach dem Meer wohl geklappt, denn kurz nach meinem Umzug nach Bremerhaven im Herbst 1991 habe ich mich mit dem grünen Virus infiziert: im November 1992 hatte ich mich für einen Törn im Februar 1993 angemeldet und war wild entschlossen, mich alte Landratte auf See zu begeben. Dummerweise war ich aber zu spät und konnte nur einen Platz auf der Warteliste ergattern. Im Lauf der Wartezeit ergab sich eine andere Möglichkeit, den Urlaub zu verbringen – und es kam, was kommen mußte: Kaum hatte ich die Reise fest gebucht, kam Mitte Januar von der STAG eine Zusage – die ich dann leider ablehnen mußte.

Da einem in Bremerhaven ja immer wieder Segelschiffe begegnen, bin ich nie mehr so richtig von der Idee losgekommen. Es hat dann noch drei Jahre gedauert, bis ich Vereinsmitglied der STAG geworden bin – nur an Bord bin ich nie gegangen. Und wenn ich nie sage, ist das wirklich wörtlich zu nehmen – weder zum Mitfahren noch zur Besichtigung habe ich jemals auch nur einen Fuß auf die “alte” Alexander von Humboldt setzen können. Warum auch immer. (Ob mich das im Studium bei Prof. Manfred Hövener weitergebracht hätte? Zum Glück hat’s ja auch so ganz gut geklappt ;))

Baufortschritt 18.06.2011

Als das Projekt Alex II ins Leben gerufen wurde, habe ich die Entwicklung begeistert verfolgt (wer nicht?), der endgültige Durchbruch (bzw. Ausbruch der grünen Krankheit) kam dann aber eigentlich erst Anfang 2011: Es tauchten Fotos vom Neubau in meinem Blickfeld auf…. Und als ich dann noch Mitte Juni kurz in Bremerhaven war und “rein zufällig” im Fischhafen an der (Aus-)Baustelle vorbeikam, war der Entschluß klar: Ich muß dabei sein, wenn dieses Schiff in See sticht.

Erstmal also nur zur Taufe “mit alles” von Freitag bis Sonntag (wir werden im Columbus-Center mit Blick auf die Weser wohnen!), im Oktober zu einem Tagestörn, und später sehen wir dann mal….

Alexander von Humboldt (II)

Der Tag des Generationswechsels bei der Alexander von Humboldt rückt unaufhaltsam näher – das Nachfolgeschiff wird wurde am 24. September 2011 in Bremerhaven getauft.

Ich werde war dabei sein :), immerhin geht es um das zweitgrößte deutsche Segelschiff (nach der Gorch Fock) und um den ersten Großsegler, der seit über 50 Jahren in Deutschland neu gebaut wurde. (Die Gorch Fock wurde 1958 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut.)

Segelriss Alex II

Zum Glück wurden die ursprünglichen Pläne zum Design wieder verworfen, und so wird die Alex2 jetzt doch nicht im Stil der Flying P-Liner* mit schwarzem Rumpf und weißen Segeln unterwegs sein, sondern wenigstens das bekannte Grün am Rumpf weiter tragen. Der Verzicht auf die grünen Segel fällt manchen Alexianern noch schwer, aber die werden sich auch noch daran gewöhnen ;)

Weber Gasgrill Q 120

Zuwachs für die Küche

Pünktlich zum Wochenende konnte ich mir einen Wunsch erfüllen: ein Gasgrill :-) Und weil die Gelegenheit gerade günstig war, habe ich mir einen Weber Q 120 Black Line gegönnt.

Den Grill gab’s mit 15% Rabatt versandkostenfrei bei Bergzeit – bis 22. Mai gilt galt der Gutscheincode grillen für Weber und Cobb Grills aus dem Webshop.

Wunschzettel: Stirnlampe

Eher ein Bedürfnis als ein echter Bedarf, deswegen kommt sie auf den Wunschzettel:

Die Stirnlampe Petzl Tikka XP², erhältlich im gut sortierten Fachhandel (also z. B. bei Globetrotter oder Bergzeit)

Die Tikka XP2 ist sehr kompakt konstruiert, spritzwasserdicht, sehr hell (in 3 Stufen dimmbar) und verfügt zusätzlich über eine rote LED für bessere Nachtsicht. Sie besitzt eine integrierte, aufschiebbare Streuscheibe (fürs Lesen und Hantieren). Ein Blinkmodus für beide LEDs und ein Batterieindikator runden die XP2 optimal ab. Auf höchster Stufe leuchtet sie mit 60 Lumen ca.60 Meter weit, die Brenndauer liegt bei max. 160 Stunden (abgedimmt). Verstellbares Elastik-Stirnband mit Signalpfeife, schwenkbares, robustes ABS-Gehäuse, High-Output-LED, fast schattenfreie, computerberechnete Linse. Die Stirnlampe wird mit 3 AAA-Batterien betrieben (im Lieferumfang enthalten).

Update 02.12.2011

Angesichts meines bevorstehenden Segeltörns habe ich mich jetzt für die Anschaffung einer Stirnlampe entschieden; hauptsächlich, weil mich die Kombination von weißem und rotem Licht in einer kompakten Lampe gereizt hat. Beides brauche ich immer wieder, aber im Moment nutze ich dafür zwei getrennte Lampen.

Gekauft habe ich aber nicht die Tikka XP2, sondern eine Black Diamond Spot, diesmal bei Unterwegs.

Die Black Diamond Spot glänzt wahlweise mit zwei weißen LED für den Nahbereich (lesen, arbeiten), zwei roten LED (für gute Nachtsicht) oder einer fokussierten, weit reichenden High Power LED mit 75 Lumen Leuchtkraft für die Orientierung unterwegs. Sie ist stufenlos dimmbar (plus Blinkmodus) und mit ihrem geringen Gewicht ist die Spot die optimale Stirnlampe für alle Fälle, bei denen man kurzzeitig immer wieder mal viel Licht braucht, aber ansonsten möglichst wenig mitschleppen möchte. Die Brenndauer liegt – je nach Modus – zwischen 50 bis 200 Stunden. Die Kopflampe ist wasserfest nach IPX 4 Standard, und verfügt über einen schwenkbaren Reflektor. Alle Modi werden über einen gummierten, gut definierten Druckknopf gesteuert. Mit einer Tastensperrfunktion (man hält den Schalter für 6 Sekunden gedrückt) wird ein unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe verhindert.

Warum? Ganz einfach: Die Spot bietet mindestens gleichwertige Leistungen für rund und roh 14 € wenigerfür diesen Betrag kann ich gut und gerne auf die Signalpfeife verzichten (bzw. notfalls noch eine extra Pfeife kaufen). Außerdem läßt sich das Weißlicht der Spot stufenlos dimmen – leider geht diese Einstellung aber beim Ausschalten verloren, so dass man beim Einschalten erstmal volle Helligkeit hat. Das Rotlicht läßt sich nicht dimmen, das ist aber bei der sowieso geringeren Helligkeit verschmerzbar.

Mal sehen, wie sich die Lampe in der Praxis bewährt….

METAR? TAF? Flugwetter für Bodenbewohner

Ich kann mir doch Kleinkram so schlecht merken, deswegen schreibe ich mir lieber alles auf – auch wenn ich dann möglicherweise den Zettel verliere……

Aus gegebenem Anlass interessiert mich heute mal wieder das Flugwetter – wenn’s so bleibt wie jetzt, wird heute nicht mehr geflogen. Platzwetter Hangelar gibt’s am aktuellsten immer auf der Homepage des Flugplatzes, einen “echten” Flugwetterbericht gibt’s nur für Köln/Bonn. Interessanterweise kann man diese Daten beim Deutschen Wetterdienst nur gegen Gebühren abrufen, an anderen Stellen im Internet gibt’s das alles kostenlos (z. B. bei aviationweather.gov). Muss man auch nicht verstehen…..

METAR
EDDK 280850Z 30006KT 3500 -DZ BR BKN003 OVC009 11/11 Q1015 NOSIG
TAF
EDDK 280920Z 2810/2912 VRB03KT 5000 SCT003 BKN005
TEMPO 2810/2812 3000 BR BKN003
TEMPO 2814/2820 SCT008 BKN015
BECMG 2900/2902 2500 BR

Was wollen uns diese Worte sagen? Eine komplette Liste der benutzten Abkürzungen findet man im Internet (z. B. hier als PDF oder hier als Liste), hier mal die Übersetzung (gefunden auf aviationweather.gov):

METAR text:EDDK 280850Z 30006KT 3500 -DZ BR BKN003 OVC009 11/11 Q1015 NOSIG
Conditions at:EDDK (Köln/Bonn) observed 0850 UTC 28 September 2010
Temperature:11.0°C
Dewpoint:11.0°C
Pressure (altimeter):1015 hPa
Winds:from the WNW (300 degrees) at 6 knots (3,1 m/s)
Visibility:3.500 m
Ceiling:300 feet above ground level (AGL) (90 m)
Clouds:broken clouds at 300 feet AGL (90 m)
overcast cloud deck at 900 feet AGL (280 m)
Weather:-DZ BR  (light drizzle, mist)

Also echtes Herbstwetter, nicht wirklich gut zum Fliegen.

Forecast for:EDDK (Köln/Bonn)
Text:280500Z 2806/2912 VRB03KT 5000 SCT003 BKN005
Forecast period:0600 to 0900 UTC 28 September 2010
Forecast type:FROM: standard forecast or significant change
Winds:variable direction winds at 3 knots (1,6 m/s)
Visibility:5 km
Ceiling:500 feet AGL (150 m)
Clouds:scattered clouds at 300 feet AGL (90 m)
broken clouds at 500 feet AGL (150 m)
Weather:no significant weather forecast for this period
Text:TEMPO 2806/2809 2000 BR BKN002
Forecast period:0600 to 0900 UTC 28 September 2010
Forecast type:TEMPORARY: The following changes expected for less than half the time period
Visibility:2 km
Ceiling:200 feet AGL (60 Meter)
Clouds:broken clouds at 200 feet AGL (60 Meter)
Weather:BR  (mist)
Text:BECMG 2809/2811 SCT008 BKN012
Forecast period:0900 UTC 28 September 2010 to 0000 UTC 29 September 2010
Forecast type:BECOMING: Conditions expected to become as follows by 1100 UTC 28 September 2010
Winds:variable direction winds at 3 knots (1,6 m/s)
Visibility:5000 m
Ceiling:1200 feet AGL (360 m)
Clouds:scattered clouds at 800 feet AGL (240 m)
broken clouds at 1200 feet AGL (360 m)
Weather:no significant weather forecast for this period
Text:TEMPO 2814/2820 BKN025
Forecast period:1400 to 2000 UTC 28 September 2010
Forecast type:TEMPORARY: The following changes expected for less than half the time period
Ceiling:2500 feet AGL (760 m)
Clouds:broken clouds at 2500 feet AGL (760 m)
Weather:no significant weather forecast for this period
Text:BECMG 2900/2902 2500 BR BKN007
Forecast period:0000 to 1200 UTC 29 September 2010
Forecast type:BECOMING: Conditions expected to become as follows by 0200 UTC 29 September 2010
Winds:variable direction winds at 3 knots (1,6 m/s)
Visibility:2500 m
Ceiling:700 feet AGL (210 m)
Clouds:broken clouds at 700 feet AGL (210 m)
Weather:BR  (mist)

Wenn sich das bis 14 Uhr nicht deutlich bessert, bleiben wir heute am Boden – dieses Wetter reicht ja noch nicht einmal für eine Platzrunde, die muss nämlich auf 1150ft (350m) geflogen werden…

Nachtrag:

So sieht dieses Wetter in echt aus…. Auf dem Vorfeld sieht man auch die D-ECDQ, mit der wir eigentlich fliegen wollten (ganz links auf dem mittleren Grasstreifen geparkt, weiß mit braun)

Blick vom Tower EDKB 2010-09-28 13:50:02

Blick vom Tower

Vorfeld EDKB 2010-09-28 13:51:01

Vorfeld

Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

Ursprünglich hatte diese Frage natürlich einen ganz anderen Zusammenhang, aber heute nehme ich es mal ganz wörtlich: Ich werde in die Luft gehen. Und zwar ziemlich bald.

Ein Kollege ist Schuld.

Nicht, dass er sich irgendwie daneben benommen hätte. Nein, es ist viel einfacher:

Besagter Kollege ist nebenbei noch Pilot – und hat einfach mal angeboten, ein paar Runden mit ihm zu drehen. Die Maschine kostet halt pro Stunde Geld, egal wieviele der vier Sitze besetzt sind.

Das Wetter soll gut werden – und so habe ich mir mal einen freien Nachmittag in den Kalender eingetragen :-)

20100713-1252-IMGP6957Die Eckdaten stehen schon fest: es wird eine Cessna 172 und wir werden in Hangelar starten (übrigens einer der ältesten Flugplätze in Deutschland, mehr z. B. bei Wikipedia oder auf der eigenen Website www.edkb.de). Kosten werden unter allen Mitfliegern aufgeteilt.

Nachtrag:

Das Wetter war natürlich mehr “ging so” mit leichtem Nieselregen – dafür war es aber fast nicht windig. Und weil es immer anders kommt als man eigentlich denkt habe ich in der Luft kein einziges Foto gemacht. Wie denn auch, schließlich durfte ich ja steuern – und dabei hat man dann irgendwie keine Hand zum Fotografieren mehr frei. Ich glaub’, ich brauche jetzt unbedingt mal ein richtiges Steuerhorn für den heimischen PC – Joystick-Fliegen ist doch etwas ganz anderes als the real thing……

Fazit: Das war bestimmt nicht das letzte Mal, ich bin ein klein wenig angefixt.

imgp7315 imgp7316 imgp7318 D-ECDQ in EDKB