Aktuelle Position der Alex II

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Dank modernster Technik kann ich jetzt stündlich die Position der “Alexander von Humboldt II” aktualisieren und auf einer Karte darstellen – und zwar auch mitten auf dem Ozean, fernab der Reichweite aller (landgestützen) Systeme, die ich bisher zur Verfügung hatte .

Die Wetterdaten (Temperatur, Luftdruck, Wind) werden stündlich für die gemeldete Position von openweathermap abgerufen und in die Karte eingearbeitet; die letzten Positionen sind als rote Linie sichtbar. Über die Schaltfläche oben rechts kann die Kartendarstellung verändert werden.

ASCII Art: Bark (Segelschiff)

Eine Bark in ASCII:

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Sie basiert auf diesem Vollschiff, welches ich irgendwann mal in den Tiefen des Internets bei chris.com gefunden habe:

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Und wem die Unterschiede nicht mehr so ganz geläufig sind, dem sei Wikipedia ans Herz gelegt.

Das Artikelbild gehört zu den offiziellen Pressefotos der Alex 2.

Vorfreude

Nach dem Törn ist vor dem Törn – jedenfalls für die meisten. Ab und an soll es vorkommen, dass jemand nach Törnende nie wieder einen Fuß an Deck setzt; bei mir ist es definitiv anders.

In diesem Jahr war außer Hafengeburtstag zeitlich nichts zu machen, aber im nächsten Jahr kann ich mir wieder eine volle Segelwoche gönnen. Und Hamburger Hafengeburtstag sowieso. Grad heute kam die Törnbestätigung, angezahlt und versichert (man weiß ja nie) habe ich auch schon – jetzt geht das Tage zählen wieder los…

[tminus t=”2014-04-13 17:00:00″ omitweeks=”true” style=”carbonlite”]Und schon ist die Wartezeit vorbei :-)[/tminus]

Ich freue mich schon auf

  • Bremerhaven (irgendwie immer auch Heimatgefühle, obwohl ich nur ein paar Jahre dort gewohnt habe)
    Seebäderkaje Bremerhaven Bremerhaven Bremerhaven Pingelturm 2011
  • die Nordsee (Ende April bestimmt ein schönes Segelrevier)
  • Helgoland (nicht unbedingt zum Anlegen, ist auch von der Seeseite schön)
    Helgoland querab
  • ein paar alte Bekannte (es gibt immer welche an Bord, die man schon kennt)
  • viele neue Bekannte

Neues von der alten Alex

Schon vor einer ganzen Weile kam die alte “Alexander von Humboldt” ja wieder zurück aus der Karibik nach Bremerhaven, erstmal nur zur Instandsetzung. Gerüchteweise hörte man etwas von “Klassenerhalt” und Kaufinteressenten.
Dann wurde die alte Lady erstmal (im wahrsten Sinne des Wortes) abgetakelt: Segel runter, Rigg runter, Masten runter – und ab ins Trockendock für eine detaillierte Bestandsaufnahme.
Heute nun fand ich auf Facebook ein paar Bilder aus dem Dock – und Hinweise auf die zukünftige Verwendung: Bugstrahler und Propeller sind dauerhaft entfernt, der Anstrich ist erneuert; sie soll wohl zum Restaurantschiff umgebaut werden und dann in Bremerhaven oder Hamburg liegen.

Das wird einigen :cry: die Tränen in die Augen treiben – aber wenigstens wird sie nicht verschrottet, zumindest nicht so bald…

Da sicherlich nicht jeder Zugriff auf Facebook hat (oder haben möchte) war ich so frei, die Bilder von Ewald Buckow hierher zu kopieren.

[update 20.02.2014]

Nachdem die Kleinanzeige auf eBay für einigen Wirbel gesorgt hat (wann hat man da schonmal ein komplettes Segelschiff für 750.000 € drin gesehen?), scheint sie aber auch ernsthafte Kaufinteressenten angelockt zu haben. Wie u. a. die Segler-Zeitung berichtet (hier der Artikel), hat der Hamburger Bootsausrüster A. W. Niemeyer ernsthaftes Interesse bekundet und auch schon ein paar Konzepte für die weitere Verwendung in der Tasche:

„Wir arbeiten bereits an drei unterschiedlichen Ansätzen, die „Alexander von Humboldt“ zukünftig einzusetzen. Welches dieser Konzepte tatsächlich tragfähig ist, wird sich in absehbarer Zeit zeigen, da dies stark abhängig vom tatsächlichen Zustand des Schiffes ist.“, so Christian Hofmann, geschäftsführender Gesellschafter.

Die 1906 als Feuerschiff „Reserve“ gebaute „Alexander von Humboldt“ wurde 1988 zur Bark umgebaut und legte seither mehr als 300.000 Seemeilen zurück. Dies ist nicht ohne Spuren an dem Schiff geblieben. Der Kaufpreis wird derzeit mit 750.000 € als Basis für weitere Verhandlungen veranschlagt. Man stehe noch ganz am Anfang der Überlegungen und könne erst in ernsthafte Verhandlungen einsteigen, sobald das Ergebnis der ersten Begehung des Schiffes durch eine Delegation des Interessenten vorliege, heißt es aus der Unternehmenszentrale in Hamburg.

Die Entscheidung für einen der konzeptionellen Wege kann erst erfolgen, sobald alle Möglichkeiten geprüft und kalkuliert wurden. Erst dann würde man über Details sprechen wollen. „Auch wir von AWN würden die „Alex“ am liebsten wieder segeln sehen. Um heraus zu finden ob dies finanziell überhaupt darstellbar ist, müssen wir zunächst die Meinung der Experten einholen. Wenn dies nicht sinnvoll erscheint, haben wir andere Lösungen parat.“, so Hofmann.

Unterdessen liegt der Rumpf bei BVT im Fischereihafen; das Rigg liegt an Land und wird ebenfalls überholt (so weit ich gehört habe).

Der Rumpf der Alex 1 im Fischereihafen

Der Rumpf der Alex 1 im Fischereihafen

wieder zurück

Eine Woche Urlaub ist nicht lang, das merkt man vor allem, wenn sie vorbei ist.

Der Segeltörn hat den erwarteten Spaß gebracht, hatte aber auch seine Längen. Ein ganzer Tag im Kreishafen Rendsburg gehört sicherlich zu den verzichtbaren “Highlights” einer jeden Urlaubsreise…. Aber mit einer defekten Kraftstoffpumpe bei Windstärke 9-10 auf die Nordsee fahren wäre mit Sicherheit schlimmer gewesen. Ich verstehe den Ärger einiger Trainees, als Helgoland nur eine Silhouette am Horizont blieb (siehe Bild) – aber letztendlich war das Segeln die bessere Wahl. Nach Helgoland kann man so ziemlich an jedem Tag des Jahres fahren, auch kurzfristig – segeln auf der Alex 2 braucht schon wesentlich mehr Planung und Vorlaufzeit. Zum Glück kenne ich Helgoland schon und weiß, dass es vor allem bei Nieselregen verzichtbar ist.

Ruckzuck war auch das anschließende Wochenende in Wilhelmshaven vorbei und Sonntagabend hatte uns die Heimat wieder. Das echte Highlight kam dann am Montagmorgen: über Nacht hatten die Autokennzeichen überraschend den Besitzer gewechselt und mein vor der Haustür geparktes Auto sah aus wie abgemeldet. Ach Montag, womit habe ich das verdient!

Nun denn, et kütt wie et kütt. Anrufen im Büro (“komme heute später”) und ab zur Polizei, Anzeige erstatten. Kennzeichen klauen ist besonders schwerer Diebstahl im Sinne des §243 StGB (und wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu zehn Jahren bestraft – wenn der Täter denn irgendwann mal gefasst wird). Zum Glück durfte ich mit dem Auto auch ohne Kennzeichen noch fahren – ein sehr seltsames Gefühl auf der Autobahn. Verleitet einen fast zum hemmungslosen Rasen, aber eben nur fast: in der Windschutzscheibe klebt ja auch noch die grüne Umweltplakette mit dem Kennzeichen, da möchte ich das Risiko dann doch lieber nicht eingehen….

Falls also jemand in den nächsten 2-3 Jahren irgendwo mal ein Auto mit dem Kennzeichen BN-PY 7587 sieht, kann er sofort die Polizei verständigen.

Mittlerweile ist das Auto umgemeldet und der Alltag hat mich komplett wieder eingeholt, inklusive Rufbereitschaft. Sogar das Schwanken ist wieder aus den Beinen ;-)

Wann war nochmal mein nächster Törn?

(Die Antwort auf die letzte Frage ist ziemlich deprimierend: wahrscheinlich nicht vor 2014; lediglich zum Hamburger Hafengeburtstag 2013 werde ich an Bord gehen können)

letzter Tag

Wie immer: man überlegt sich im Vorfeld, wie man Arbeit und Reisevorbereitungen unter einen Hut bekommt – und dann kommt doch wieder alles anders. Heute ist Sommerfest in der Firma (zugegeben, das Wetter ist nicht wirklich Sommer – aber egal, Essen und Trinken ist bestimmt gut) – das wäre ein schöner Abschluß der Woche gewesen.

Aber eben nur, wenn ich spätestens gestern fertig gepackt hätte…. Ging aber nicht, ich habe bis 22 Uhr noch gearbeitet und war reif für’s Bett. Also fällt das Sommerfest heute aus und wird durch wildes Kofferpacken ersetzt. Ich sehe da schon Konfliktpotenzial, denn der Rest der Familie will auch packen.

Egal. Durchatmen, entspannen – und auf den Törn freuen. Hauptsache wir kommen morgen früh pünktlich los und ohne Stau nach Travemünde.

Der Countdown läuft

Wider Erwarten hat sich in diesem Jahr doch noch die Gelegenheit ergeben, in heimischen Gewässern einen Törn auf der Alex zu fahren: in 7 Tagen von Travemünde nach Wilhelmshaven. Gerne rund Skagen, weniger gerne durch den Nord-Ostsee-Kanal, aber auf jeden Fall mit einem Abstecher nach Helgoland.

Nur noch ein paar Tage, dann sitze ich im Auto und versuche, die 500 km zum Schiff rechtzeitig hinter mich zu bringen.

So langsam wird es Zeit, sich Gedanken über das notwendige Reisegepäck zu machen…
Was nimmt man mit, wenn man Ende September eine Woche in Nord- und Ostsee segeln geht? Warm und wasserdicht auf jeden Fall – und irgendwas für die zivilen Momente zwischendrin. Alles irgendwie mitienander kombinierbar (Stichwort: Zwiebelprinzip), aber auch alleine tragbar. Und dann noch die ganzen “Gadgets”: Laptop, Handy, Kamera, Ladegeräte, ….. Werde ich Zeit haben, ein Buch zu lesen? Lohnt es sich, die Ukulele einzupacken?

So viele Fragen, die noch beantwortet werden wollen bzw. müssen.

Aber der erste Schritt ist schon getan: ich war bei Haribo und habe im Werksverkauf “ein paar Kleinigkeiten” mitgenommen. Alex-Segler sind in dieser Hinsicht geradezu verfressen, daran wird sich vermutlich auch bei schlechtem Wetter und Seegang nicht viel ändern ;-) Muss ja auch nicht alles in einer Woche aufgegessen werden, die nächste Crew freut sich auch über Reste.

Die Vorfreude ist jedenfalls da, zusammen mit einem kleinen Lampenfieber (“Bloß nichts vergessen, unterwegs kannst du nichst einkaufen.”)

Wo ist Alexander von Humboldt II?

Die jeweils aktuelle Position der Alexander von Humboldt II.

Update: Ich habe eine noch zuverlässigere Methode gefunden, siehe hier.

Falls hierunter nur ein Kartenausschnitt mit griechischen Inseln angezeigt wird, befindet sich die Alex II vermutlich gerade außerhalb der Reichweite von MarineTraffic.com – dann kann man die Position hier sehen (oder vielleicht auch noch hier).


Die alte Alexander von Humboldt ist verkauft und durfte 2012 Tagestouristen in der Karibik transportieren (siehe auch diesen Artikel der Nordsee-Zeitung Bremerhaven). Anfang April 2013 kam sie zurück nach Bremerhaven und wurde überholt. Im Dock wurden Propeller und Bugstrahlruder entfernt (Fotos habe ich hier gepostet) – sie wird wohl nie wieder in Fahrt gehen, sondern ihren Lebensabend anderweitig als schwimmendes Hotel- und Restaurantschiff in Bremen.
Im April 2015 wurde sie nach Bremen verholt und lag dort vorübergehend im Europahafen, bis sie im Oktober 2016 an den endgültigen Liegeplatz an der Schlachte (Anleger 1) umziehen konnte. Mehr zum neuen alten Schiff auf der Homepage. Eine erste Feuerprobe durfte das neue Hotel schon Ende Februar 2015 in Bremerhaven bestehen, als etliche Mitsegler dort anläßlich des 30jährigen Jubiläums der STAG übernachteten – es war ein gelungener Einstand ;-)
Für das Foto im Kopf bedanke ich mich bei der DSST, die es als offizielles Pressebild zur Verfügung gestellt hat.