Das Beck’s Schiff – jetzt neu mit weißen Segeln

Stimmt überhaupt nicht, diese Überschrift – Beck’s ist kein Sponsor mehr. Schon eine ganze Weile nicht mehr. Aber trotzdem wird die alte Alex den meisten Landratten wohl als “das Beck’s Schiff” in Erinnerung bleiben (ist auch die schnellste Methode, jemandem zu erklären von welchem Segelschiff die Rede ist).

Der Neubau ist getauft, letzte Restarbeiten werden erledigt – und am 3.10. soll sie dann endgültig auf Jungfernfahrt und den ersten Ausbildungstörn gehen.

Hier mal ein paar Fotos vom Taufwochenende….

Alex und ich – wie alles anfing

Als kleine Ergänzung zu meiner Alex-Linksammlung

Wie steht es so schön in der Einladung zur Schiffstaufe (und warum kommen solche Sätze eigentlich so oft von Antoine de Saint-Exupery?):

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Irgendwie hat das bei mir mit der Sehnsucht nach dem Meer wohl geklappt, denn kurz nach meinem Umzug nach Bremerhaven im Herbst 1991 habe ich mich mit dem grünen Virus infiziert: im November 1992 hatte ich mich für einen Törn im Februar 1993 angemeldet und war wild entschlossen, mich alte Landratte auf See zu begeben. Dummerweise war ich aber zu spät und konnte nur einen Platz auf der Warteliste ergattern. Im Lauf der Wartezeit ergab sich eine andere Möglichkeit, den Urlaub zu verbringen – und es kam, was kommen mußte: Kaum hatte ich die Reise fest gebucht, kam Mitte Januar von der STAG eine Zusage – die ich dann leider ablehnen mußte.

Da einem in Bremerhaven ja immer wieder Segelschiffe begegnen, bin ich nie mehr so richtig von der Idee losgekommen. Es hat dann noch drei Jahre gedauert, bis ich Vereinsmitglied der STAG geworden bin – nur an Bord bin ich nie gegangen. Und wenn ich nie sage, ist das wirklich wörtlich zu nehmen – weder zum Mitfahren noch zur Besichtigung habe ich jemals auch nur einen Fuß auf die “alte” Alexander von Humboldt setzen können. Warum auch immer. (Ob mich das im Studium bei Prof. Manfred Hövener weitergebracht hätte? Zum Glück hat’s ja auch so ganz gut geklappt ;))

Baufortschritt 18.06.2011

Als das Projekt Alex II ins Leben gerufen wurde, habe ich die Entwicklung begeistert verfolgt (wer nicht?), der endgültige Durchbruch (bzw. Ausbruch der grünen Krankheit) kam dann aber eigentlich erst Anfang 2011: Es tauchten Fotos vom Neubau in meinem Blickfeld auf…. Und als ich dann noch Mitte Juni kurz in Bremerhaven war und “rein zufällig” im Fischhafen an der (Aus-)Baustelle vorbeikam, war der Entschluß klar: Ich muß dabei sein, wenn dieses Schiff in See sticht.

Erstmal also nur zur Taufe “mit alles” von Freitag bis Sonntag (wir werden im Columbus-Center mit Blick auf die Weser wohnen!), im Oktober zu einem Tagestörn, und später sehen wir dann mal….

Alexander von Humboldt (II)

Der Tag des Generationswechsels bei der Alexander von Humboldt rückt unaufhaltsam näher – das Nachfolgeschiff wird wurde am 24. September 2011 in Bremerhaven getauft.

Ich werde war dabei sein :), immerhin geht es um das zweitgrößte deutsche Segelschiff (nach der Gorch Fock) und um den ersten Großsegler, der seit über 50 Jahren in Deutschland neu gebaut wurde. (Die Gorch Fock wurde 1958 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut.)

Segelriss Alex II

Zum Glück wurden die ursprünglichen Pläne zum Design wieder verworfen, und so wird die Alex2 jetzt doch nicht im Stil der Flying P-Liner* mit schwarzem Rumpf und weißen Segeln unterwegs sein, sondern wenigstens das bekannte Grün am Rumpf weiter tragen. Der Verzicht auf die grünen Segel fällt manchen Alexianern noch schwer, aber die werden sich auch noch daran gewöhnen ;)