Oma ist jetzt ein Engel….

Ihr Gesundheitszustand hatte sich in den letzten paar Wochen dramatisch verschlechtert, die medizinische Prognose war ernüchternd: Sie wird vermutlich ihren Geburtstag am 24. März nicht mehr erleben. Noch vor ein paar Wochen sah das alles ganz anders aus, aber dann hat der hochgradig aggressive Krebs gnadenlos zugeschlagen und sich ausführlich ausgebreitet.

Sie wollte von niemandem mehr besucht werden, damit alle sie als aufrecht im Leben stehend in Erinnerung behalten – eben so wie wir sie zuletzt noch erlebt haben. Irgendwie hatte ich gestern abend schon ein mulmiges Gefühl, trotzdem wollte ich sie heute noch besuchen. Vorausgesetzt natürlich, ich hätte ihr Einverständnis bekommen; gute Argumente hätte ich gehabt, denn ich habe mit dieser Krankheit noch eine alte Rechnung offen…

Heute morgen um 7:23 kam eine knappe SMS:

G. ist erlöst.Sie ist heute nacht eingeschlafen.Ich fahr jetzt ins Krankenhaus.Meld mich später.

Bumm.

Jetzt ist Oma (ganz links mit dem lila Kleid) ein Engel und fliegt mit C. (Mitte, mit dem Krönchen) und Mama (rechts) zusammen am Himmel.

Warum C. und Mama mitfliegen tut nichts zur Sache, vermutlich weil wir dann alle zusammen sind. Obwohl Oma gestorben ist.

von Kinderhand

Kind (3 ½) war heute mal wieder kreativ und fing ganz alleine ohne Vorgaben an zu malen – herausgekommen ist dieses Œvre:

Mamas Auto fährt auf der schwarzen Straße zur Schaukel und zum Pflaumenbaum, dazu scheint die Sonne.

Und weil es richtig gut in Fahrt war, wollte es noch mehr malen. “Schmetterling kann ich aber nicht”, hat es gesagt. Deswegen hat Mama Anleitung gegeben:

Der Schmetterling hat einen langen Körper, so ähnlich wie ein Baum.

Oben drauf einen runden Kopf mit zwei Fühlern.

Und dann noch vier Flügel an den Seiten mit einem bunten Muster.

Das Ergebnis sieht man rechts im Bild. Und als kleine Bestätigung hat Mama auch noch einen selben Schmetterling daneben gemalt (links im Bild) – sehr zur Freude des kleinen Künstlers.

Als Elter lobt man sein eigenes Kind ja gerne über den grünen Klee, aber hier sieht es mir doch so aus, als wäre Omas (und Papas) künstlerische Ader im Zuge der Vererbung nicht ganz auf der Strecke geblieben…

Kindermund

MilchpackungKind (3 ½) freut sich, dass es auf der Milchpackung Zahlen sieht und liest vor: “Da 3 und 8 und 1 und 5. Da steht achtunddreißig wie unsere Hausnummer und da (kleine Denkpause, in der man das Gehirn förmlich arbeiten hört) fünfundeinzig.”

Da waren sie wieder, die Tücken der Muttersprache…